FAQ: Häufige Fragen

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Hier haben wir für Sie die Antworten auf die häufigsten an uns gerichteten Fragen zum Thema Stiftungen zusammengestellt. Vielleicht können Sie in der Übersicht bereits eine Antwort auf Ihre persönliche Frage finden oder Sie wenden sich direkt an uns. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular.

Was ist eine Stiftung?

Der Begriff "Stiftung" wird im Gesetz nicht definiert. Unter einer Stiftung im Rechtssinn versteht man jedoch eine vom Stifter geschaffene Institution, die die Aufgabe hat, mit Hilfe des der Stiftung gewidmeten Vermögens den festgelegten Stiftungszweck dauerhaft zu verfolgen.

Es gibt verschiedene Formen von Stiftungen: Sie können eine unselbstständige Stiftung – die so genannte Treuhandstiftung – gründen oder eine rechtlich selbstständige Stiftung. Letztere kann jedoch nur mit deutlich mehr Kapital effizient arbeiten.

Welche Zwecke kann die Stiftung verfolgen?

Der Stiftungszweck ist sozusagen "die Seele" der Stiftung. In ihm wird dem Stiftungswillen Ausdruck verliehen. Er bildet die Leitlinie für die künftige Stiftungstätigkeit und kann bei der unselbstständigen Stiftung der Anerkennung nur unter engen Voraussetzungen und mit staatlicher Genehmigung vom Stifter selbst oder den anderen Stiftungsorgangen geändert werden. Der Stiftungszweck muss also von Anfang an so festgelegt werden, dass er gegenüber dem Wandel der Verhältnisse eine gewisse Beständigkeit erfährt. Grundsätzlich ist jeder Zweck zugelassen, sofern die Erfüllung des Zwecks möglich ist und nicht in Widerspruch zum Gesetz steht.

Will der Stifter jedoch in den Genuss von Steuerbegünstigungen kommen, so muss es sich um einen gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zweck im Sinne der Abgabenordnung handeln. Fragen Sie uns einfach.

Wie viel Kapital muss ich meiner Stiftung zur Verfügung stellen?

Eine Stiftung ganz ohne Vermögen ist nicht anerkennungsfähig. Das Vermögen muss ausreichend sein, um den Stiftungszweck nachhaltig verwirklichen zu können. D.h. wie viel Kapital ich zu Beginn als Grundstockvermögen benötige hängt davon ab, welchen Zweck meine Stiftung verfolgen soll. Die Erträge aus dem Vermögen müssen zwar nicht sofort, doch aber in absehbarer Zeit zur Verwirklichung des Stiftungszweckes führen.

Wie wird die Stiftung organisiert?

Die Organisation ergibt sich aus der Satzung der Stiftung. Als Mindestanforderung nennt das Gesetz nur, dass ein Vorstand erforderlich ist. Dieser kann aus einer oder aus mehreren Personen bestehen. Der Stifter kann darüberhinaus auch in der Satzung auch weitere Organe bestimmen. Dies hängt von der Art und insbesondere der Größe der Stiftung ab.

Kann ich mich als Stifter in meiner Stiftung engagieren?

Der Stifter kann selbst bestimmen ob und in welchem Umfang er sich in seiner Stiftung engagieren möchte. Viele Stifter konzentrieren sich darauf, den eigentlichen Stiftungszweck zu realisieren und überlassen die Verwaltung der Stiftung einem Treuhänder, beispielsweise der DGS. Gerne finden wir in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen heraus wo Ihre Stärken und Interessen liegen.

Welchen Namen kann meine Stiftung haben?

Zunächst mal ist festzuhalten, dass jede Stiftung einen Namen braucht. Der Stifter kann der Stiftung seinen eigenen Namen geben und sich somit ein "Denkmal" setzen. Vielfach wird der Stiftungszweck aber auch im Namen schlagwortartig umrissen um damit deutlich zu machen welcher Zweck durch die Stiftung verfolgt werden soll. Bei der Namenswahl ist der Stifter folglich grundsätzlich frei, er muss nur darauf achten, dass es nicht zu Verwechslungen mit bereits bestehenden, geschützten Unternehmen oder Stiftungen kommt.

Wo kann ich meine Stiftung errichten?

Der Sitz der Stiftung wird in der Satzung festgelegt. Er ist der Ort an dem die Stiftung tatsächlich verwaltet wird. Der Stifter ist in der Wahl wo er seine Stiftung errichten möchte grundsätzlich frei, allerdings muss am gewählten Sitz auch die tatsächliche Verwaltungsorganisation der Stiftung eingerichtet sein.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Spende und einer Zustiftung?

Bei einer Spende ist zu beachten, dass diese "zeitnah" verwendet werden muss. D.h. sie kann nur einmalig verwendet werden, indem sie in ein satzungsmäßiges Projekt fließt und somit "verbraucht" wird.

Zustiftungen hingegen sind "Spenden in den Vermögensstock" der Stiftung. Stiftungen dürfen ihr Vermögen regelmäßig nicht ausgeben, sondern müssen dieses erhalten. Nur die Erträge des Vermögens stehen für die Erfüllung des Stiftungszwecks bereit. Eine Zustiftung wird also dem Stiftungsvermögen auf Dauer zugeführt und bleibt "auf ewig" erhalten.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Zustiftung und einer eigenen Stiftung?

Bei einer Zustiftung wird in eine bereits bestehende Stiftung gestiftet. Dadurch erhöht sich deren Vermögensstock um den Betrag der Zustiftung. Ähnlich wie beim Spenden übernimmt die Verwaltung, die Projektauswahl und die Projektbegleitung die bereits bestehende Stiftung. Der Zustifter hat aber dieselben steuerlichen Begünstigungen wie der Stifter selbst.

Welche steuerlichen Vorteile habe ich, wenn ich stifte?:
1.Stiftungsgründung oder Zustiftungen in eine bestehende gemeinnützige Stiftung

Mit der steuerlichen Begünstigung hat der Staat Anreize geschaffen sich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu engagieren.

Seit 2007 können Zuwendungen in Stiftungen oder Zustiftungen (Zuwendungen in das Grundstockvermögen einer bereits bestehenden Stiftung) bis zu 1 Million Euro (Verheiratete 2 Millionen Euro) steuerlich abgesetzt werden (§ 10b Abs 1a Einkommensteuergesetz). Der Stifter hat die Wahl ob er den Gesamtbetrag in einem Jahr oder auf einzelne, maximal 10 Jahre, verteilt.

Welche steuerlichen Vorteile habe ich, wenn ich stifte?:
2. Spenden an eine Stiftung

Steuerlich abzugsfähig sind Spenden bis zu 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte. Zu beachten ist, dass der Spendenabzugsbetrag unbegrenzt steuerlich vortragsfähig ist. Das bedeutet, dass der Spender eine in 2009 geleistete Zahlung beispielsweise noch 2019 vortragen könnte. Das kann natürlich von Vorteil sein, wenn die Spende in einem einkommensschwachen Jahr geleistet wurde.

Besteht die Möglichkeit, außer Geld auch Sachwerte auf die Stiftung zu übertragen?

Als Grundstockvermögen kommen grundsätzlich Vermögenswerte aller Art in Betracht, Immobilien und Rechte an Grundstücken, Wertpapiere, Rechte an Wirtschaftsunternehmen ebenso wie Kunstgegenstände oder einklagbare Forderungen. Die Vermögenswerte müssen jedoch Erträge erzielen können, wie beispielsweise Zinsen, Dividenden, Miet- oder Pachteinnahmen.

Kann ich einen Teil der Erträge meiner Stiftung für mich oder meine Familie verwenden?

In der Tat schadet es der Gemeinnützigkeit einer Stiftung nicht, wenn bis zu einem Drittel der Erträge für den angemessenen Unterhalt des Stifters oder seiner nächsten Angehörigen verwendet werden. Dies sollte jedoch im Einzelfall geprüft werden, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden.